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Über Uns

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​Mein Weg. Und warum ich heute begleite.

Das Bewusstseinszentrum am Sachsenwald ist entstanden, weil ich irgendwann verstanden habe: Viele Menschen leben nicht wirklich. Sie funktionieren. Sie leisten. Sie kompensieren. Sie sind ständig in Gedanken, in Stress, in Rollen – aber nicht im Körper, nicht im Herzen, nicht im Bewusstsein. Und wenn der Körper dann schreit, wenn Beziehungen zerbrechen, wenn die Seele müde wird, dann suchen sie „Lösungen“ im Außen. Mehr Kontrolle. Mehr Leistung. Mehr Ablenkung. Mehr Optimierung.

 

Ich habe dieses Spiel selbst lange gespielt.

 

Und ich habe es teuer bezahlt.

 

Das Bewusstseinszentrum am Sachsenwald verfolgt das Ziel, Menschen auf ihrem Weg zu mentaler Stabilität, innerem Gleichgewicht, Klarheit und bewusster Ausrichtung zu begleiten. Nicht als Therapie. Nicht als Heilbehandlung. Sondern als Rückverbindung. Mit dem eigenen Körper. Mit dem Nervensystem. Mit der Natur. Mit dem, was man im Leben wirklich ist – jenseits von Maske, Ego und Rolle.

 

Ich habe Bewusstseinsarbeit nicht aus Büchern gelernt.

Ich habe sie aus meinem Leben gelernt.

Kindheit & Prägung – Angst, Druck und der Wunsch „richtig“ zu sein

Ich komme aus einer Kindheit, in der Angst, Unsicherheit und emotionale Verletzungen eine Rolle spielten. So etwas legt sich nicht nur in Gedanken ab – es prägt das Nervensystem. Es prägt das Selbstbild. Es prägt, wie man liebt, wie man kämpft, wie man flieht, wie man kontrolliert.

 

Sehr früh entstand in mir ein Muster: Ich muss funktionieren. Ich muss leisten. Ich muss gefallen.Auf dem Gymnasium wurde dieser Druck stärker. Perfektionismus. Erwartungen. Der Wunsch, es „richtig“ zu machen. Und gleichzeitig das Gefühl, innerlich nie genug zu sein.

 

Wenn ein Kind das lange lebt, dann sucht es irgendwann Auswege. Und oft sucht es sie dort, wo es sich kurzfristig stark fühlt.

Jugend – Ego, falsche Freunde und die Suche nach Macht, Kick, Anerkennung

In meiner Jugend bin ich in Kreise geraten, die energetisch genau das bedient haben, was mein Ego damals suchte: Macht, Status, Geld, Grenzerfahrungen. Nicht, weil ich „böse“ war. Sondern weil ich tief in mir einen Schmerz und eine Leere getragen habe, die ich nicht benennen konnte. Und weil mein Ego eine Aufgabe hatte: Schutz durch Stärke. Schutz durch Dominanz. Schutz durch Härte.

 

Ich war damals ein aggressiver Junge. Viel Testosteron. Viel Fitnessstudio. Viel Machtdrang, „der Stärkste sein“. Und die Energie, die mich umgeben hat, hat das verstärkt – statt es zu heilen.

 

Gleichzeitig gab es etwas, das mich immer wieder zurückholen konnte: Liebe. Nähe. Echte Verbindung. Nicht als Abhängigkeit – sondern als Spiegel. Ich habe erlebt, dass Liebe wie ein Korrektiv wirkt. Dass sie einen zurückführt, wenn man in den falschen Film gerät.

 

Ohne Licht gibt es keinen Schatten.

Und ohne Liebe wird der Schatten schnell zum Zuhause.

Der Unfall mit 16 – Körperliche Realität, Grenzen und eine Botschaft, die ich nicht ignorieren konnte

Mit 16 kam ein Einschnitt, den ich bis heute in mir trage: ein schwerer Motorradunfall, bei dem mir die Vorfahrt genommen wurde. Ich verlor über einen Liter Blut. Hüfte und Oberschenkel waren zertrümmert. Der Ischiasnerv wurde durchtrennt. Ich konnte lange meinen Fuß nicht richtig anheben. Bis heute spüre ich nicht alles am Oberschenkel und am Fußrücken.

 

Das war nicht nur körperlich. Es war existenziell.

Denn damals war ich voller Druck, Aggression und Kontrolle – und das Leben hat mich gestoppt. Dort, wo ich selbst keine Grenze kannte.

Motorrad, Geschwindigkeit und die Sucht nach Ausnahmezustand

Später – trotz allem – kehrte die Nähe zur Gefahr zurück. Motorradfahren war Freiheit. Geschwindigkeit war Rausch. Der Kick war verlockend. Ich wollte der Schnellste sein. Und in manchen Phasen war es mir ehrlich gesagt egal, ob ich sterbe.

 

Nicht, weil ich sterben wollte. Sondern weil die Ausnahmeerfahrung so stark war, dass sie das Gefühl gab: Jetzt bin ich endlich lebendig.

 

Heute erkenne ich: Das war nicht Freiheit. Das war eine Form von Flucht.

Eine Flucht aus innerer Enge in äußere Intensität.

Bundeswehr – Disziplin, Sinnsuche und der Kampf als Lösung

Bei der Bundeswehr wurde vieles stärker: Disziplin, Härte, Durchhalten – aber auch die innere Dynamik, dass „Kampf“ eine Lösung sein könnte. Ich wollte in den Auslandseinsatz. Ich wollte helfen. Ich wollte Leid beenden. Ich hatte den Impuls, Terroristen auszuschalten, um Kinder zu schützen. Das war mein damaliges Weltbild.

 

Heute sehe ich es tiefer: Dahinter lag ein echter Wunsch nach Sinn – aber auch ein innerer Kampf, der nach außen projiziert wurde. Ich glaubte, das Böse im Außen besiegen zu müssen, während das eigentliche Schlachtfeld auch in mir lag: Angst, Wut, Kontrolle, Ohnmacht.

 

Dann passierte wieder etwas, das ich heute als „universelle Korrektur“ begreife: Ein Unfall beim Laufen. Zwei Operationen. Ich konnte nicht mehr joggen. Mein Körper stoppte mich. Wieder.

 

Als würde das Leben sagen:

„Du musst nicht kämpfen, um wertvoll zu sein.“

Beruf, Erfolg und das Funktionieren – Immobilien, Geld, Familie, Verlust von Nähe

Nach der Bundeswehr begann ich als Immobilienmakler zu arbeiten und wurde sehr erfolgreich in der Vermietung. Als meine Frau schwanger wurde, ging ich noch stärker in Leistung und Verantwortung – um „alles zu bieten“.

Dabei verlor ich etwas Entscheidendes: Nähe. Präsenz. Verbindung. Gleichzeitig begann ich, das System zunehmend infrage zu stellen. Ich bekam ein schlechtes Gewissen gegenüber Menschen, die hohe Mieten und Maklerprovisionen zahlen mussten.

 

Später wechselte ich in die Motorradbranche, arbeitete dort jahrelang sechs Tage die Woche, mit hohem Druck, wenig Erholung, viel Koffein, wenig Selbstfürsorge. Sonntags lag ich regelmäßig mit Kopfschmerzen und Augendruck im Bett. Als ich mir für den Geburtstag meines Sohnes freinehmen wollte und mir das verweigert wurde, verlor ich meinen Job. Rückblickend war es kein Verlust – sondern eine Befreiung.

Business – Aufbau, Erfolg, Wachstum … und dann Verrat

Danach begann ein neues Kapitel: Gemeinsam mit meinem damaligen besten Freund baute ich ein Unternehmen auf, das später europäischer Marktführer in in der Motorradbranche wurde – . Die Start-up-Zeit hat mich mental extrem wachsen lassen. Nach all den Verlusten wurde ich stärker. Klarer. Widerstandsfähiger. Leistungsfähiger.

 

Und dann wiederholte sich ein Muster – vielleicht das schmerzhafteste: Zum dritten Mal in meinem Leben wurde ich von einem engen Freund wegen Geld betrogen. Gerade als es richtig anfing, als wir Marktführer wurden, glaubte er, er könne ohne mich weitergehen.

 

Das hat mich zutiefst verletzt. Nicht nur wirtschaftlich – menschlich.

 

Und trotzdem erkenne ich heute: Auch diese Erfahrung musste ich machen. Damit ich endgültig verstehe, wie stark das Ego wirkt, wenn Geld, Kontrolle und Angst ins Spiel kommen.

 

 

Bewusstseinsreise – LSD, Pilze, DMT, Ayahuasca, Kambo (als Wegweiser, nicht als Ziel)

 

Parallel begann meine innere Reise bewusst. Ich machte Erfahrungen mit LSD, Pilzen und DMT, die mein Bewusstsein erweiterten. Nicht, um zu fliehen. Sondern weil etwas in mir endlich wissen wollte: „Was bin ich wirklich? Warum wiederhole ich Muster? Warum ist da so viel Kampf in mir?“

 

Diese Erfahrungen waren für mich Türöffner. Sie gaben mir Mut, weiterzugehen.

 

Dann entschied ich mich – im rechtlich und kulturell passenden Rahmen – für Ayahuasca. Und später lernte ich meinen heutigen besten Freund und Seelenverwandten kennen, der mit Kambo arbeitete. In dieser Zeit habe ich tief gespürt, dass Natur nicht „Alternative“ ist, sondern Ursprung. Ich habe Veränderungen in meinem Körpergefühl erlebt, in meiner Präsenz, in meiner Beziehung zu mir selbst. Ich begann wieder zu joggen. Ich begann wieder zu fühlen. Ich begann wieder zu vertrauen.

 

Wichtig ist mir: Ich erzähle das als persönliche Erfahrung. Nicht als Versprechen. Nicht als Anleitung. Nicht als Empfehlung. Sondern als Teil meines Weges.

Darm, Angstdiagnosen und eine tiefere Neuordnung

Zusätzlich hatte ich über Jahre extreme Magen-Darm-Probleme. Hausarzt, Krankenhaus – Diagnosen, die nahelegten, dass etwas dauerhaft beschädigt sei. Und wieder: keine echte Lösung. Nur „damit leben“.

 

Nach meinen Prozessen und Erfahrungen – auch mit Ayahuasca – veränderte sich etwas grundlegend. Mein Darmleiden trat in den Hintergrund. Ich beschreibe das nicht als medizinische Heilung, sondern als Neuordnung, Rückverbindung, Integration. Als würde der Körper – wenn das Nervensystem sich beruhigt und das Bewusstsein sich klärt – wieder wissen, wie er sein kann.

 

Und das stärkste daran: Meine Partnerin und ich wuchsen in dieser Zeit wieder extrem zusammen. Wir teilten Erfahrungen, ehrlich, ohne Masken. Wir verstanden, dass über allem etwas steht, das größer ist als Ego, Angst und Rollen. Unser Bund wurde tiefer. Klarer. Heiliger – im Sinne von wahrhaftig.

Der Kern – warum ich heute begleite

Durch all diese Schleifen habe ich verstanden:

Wir leben als Menschheit an einem Scheidepunkt.

 

Viele Menschen versuchen, Kontrolle zu behalten – über Geld, über Beziehungen, über Status, über das Leben. Sie halten fest, weil sie Angst haben. Weil alte Prägungen und Verletzungen in ihnen wirken. Weil das Ego glaubt, nur Kontrolle mache sicher.

 

Doch diejenigen, die bereit sind, nach innen zu schauen, die Kontrolle Stück für Stück abzugeben, die Schattenarbeit zu machen, die Glaubenssätze abzulegen, die Kompensationen zu erkennen – die machen einen Bewusstseinssprung.

 

Ich glaube nicht an „böse Menschen“.

Ich glaube an unbewusste Menschen.

Und an Menschen, die noch in alten Schutzmechanismen gefangen sind.

 

Für mich bedeutet Bewusstseinsarbeit:

 

  • das Ego nicht zu hassen, sondern zu durchschauen

  • die Angst nicht zu bekämpfen, sondern zu fühlen

  • Kontrolle nicht zu perfektionieren, sondern loszulassen

  • den Körper nicht zu übergehen, sondern zu bewohnen

  • das Leben nicht zu managen, sondern zu leben

 

Geistige Grenzerfahrungen können dabei Spiegel sein – wenn sie geerdet sind und integriert werden. Aber der eigentliche Weg ist der Alltag: Familie. Beziehung. Körper. Wahrheit. Präsenz.

Sachsenwald – Heimat, Medizin, Lehrer

Ich arbeite im Sachsenwald, einem Ort, der für mich Heimat, Medizin und Lehrer zugleich geworden ist. Die Natur ist dabei keine Kulisse. Sie ist ein lebendiger Raum, in dem der Mensch wieder leiser wird, wieder wahrnimmt, wieder spürt.

 

Ich weiß, wie es ist, Angst zu haben.

Ich weiß, wie es ist, verletzt zu sein.

Ich weiß, wie es ist, sich selbst zu verlieren.

 

Und ich weiß auch: Man kann zurückfinden.

 

Heute lebe ich mit meiner Frau, meinen Kindern und unserem Hund ein intensives, echtes Familienleben. Ich kenne Verantwortung, Druck und Überforderung – und ich kenne den Weg zurück in Ruhe, Klarheit und Präsenz.

 

Deshalb habe ich das Bewusstseinszentrum am Sachsenwald gegründet:

Einen Ort für Klarheit, Erdung, Rückverbindung und tiefe Selbsterfahrung.

 

Ich begleite Menschen so, wie ich es mir früher selbst gewünscht hätte:

ehrlich, präsent, sicher, naturverbunden – ohne Masken und ohne Rollen.

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